Integration frühkindlicher Reflexe

SILKE HANISCH - HEILPRAKTIKERIN

Nicht integrierte Reflexe und deren Auswirkung auf Entwicklung und Lernen

Um zu überleben, ist ein Neugeborenes mit einer Vielzahl sogenannter „frühkindlicher Reflexe“ ausgestattet. Diese Reflexe sind automatische Bewegungen, welche vom Gehirnstamm ausgehen und das Überleben sichern sollen. Bereits im Mutterleib, bei der Geburt und auch in den ersten Lebensmonaten werden diese Muster angewandt. Mit der weiteren Entwicklung werden die Reflexe im Regelfall gehemmt und verschwinden. Findet diese Integration nicht statt (persistierende Reflexe), kommt es in späteren Jahren zu Blockaden in der Entwicklung und in Verhaltensweisen. 

Beispiele für Folgen nichtintegrierter Reflexe:

  • Unnatürliche Muskelspannung: erhöhter oder geschwächter Muskeltonus (Sichtbar wird dies in gekrümmten Haltungen, die Person kann nicht ruhig sitzen, der Kopf wird beim Schreiben abgestützt, ein freies Stehen ist kaum möglich, sie muss sich immer wieder anlehnen. Sport fällt extrem schwer.)
  • Schreib- und Leseschwäche
  • Konzentrationsprobleme
  • Koordinationsprobleme, starke Ungeschicklichkeit
  • Trennungsängste, Schulängste oder Schwierigkeiten Gefühle zu äußern
  • Emotionale Überreaktionen, z. B. Wutausbrüche

Persistierende frühkindliche Reflexe können massive Auswirkungen auf die motorische, sensorische und kognitive Entwicklung von Kindern haben und wirken sich somit nachdrücklich auf ihre allgemeines Verhalten aus.